Prämierte Projekte

Aus 129 Eingaben prämierte die Fachjury die folgenden 56 Projektideen. 40 dieser Projekte werden in der Deutschschweiz, 10 in der Romandie und 6 im Tessin umgesetzt. Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen Teilnehmenden herzlich für ihr Engagement.

Projekte aus der Deutschschweiz:

«@ctive Asyl»; Luzern (LU):

«@ctive Asyl» sammelt gebraucht Laptops, macht sie wieder funktionstüchtig und zeigt Flüchtlingen und Asylsuchenden in speziell entwickelten Computerkursen, wie sie das Internet für proaktives und selbstständiges Lernen, ihre Projekte und damit für eine erfolgreiche Integration einsetzen können.


Austausch in Sport und Kultur Basel; Basel (BS):

Der Verein ASK Basel will mittels Kultur- und Sportaktivitäten Vorurteile gegenüber anderen Kulturen abbauen, kulturelle Barrieren überwinden und Begegnungen schaffen. Ausserdem soll ein Beitrag zum psychischen und physischen Wohl von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund geleistet werden. Freiwillige haben die Möglichkeit, anderen Menschen ihre Hobbys näherzubringen, indem sie Kurse anregen oder selbst anbieten.


Austausch in Sport und Kultur Liestal; Liestal (BL):

Der Verein ASK Liestal will mittels Kultur- und Sportaktivitäten Vorurteile gegenüber anderen Kulturen abbauen, kulturelle Barrieren überwinden und Begegnungen schaffen. Ausserdem soll ein Beitrag zum psychischen und physischen Wohl von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund geleistet werden. Freiwillige haben die Möglichkeit, anderen Menschen ihre Hobbys näherzubringen, indem sie Kurse anregen oder selbst anbieten.


beraber Basel; Basel (BS):

Kindern mit Migrationshintergrund aus allen gesellschaftlichen Schichten soll der Zugang zu bezahlbarer, qualitativ hochwertiger Nachhilfe ermöglicht werden. In diesem Projekt werden Studierende an benachteiligte Schülerinnen und Schüler vermittelt, die Nachhilfe benötigen. Damit werden Familien aus sozioökonomisch schwierigen Verhältnissen unterstützt. Um diese Kinder zu erreichen, soll in einem Pilotprojekt mit dem Sozialamt zusammengearbeitet werden.


Café Grüezi; Muri (AG):

Im «Café Grüezi» können jeden Donnerstagnachmittag Asylsuchende und Einheimische Kontakte knüpfen, plaudern, spielen, Deutsch lernen und die verschiedenen Lebensweisen und Kulturen besser kennen und verstehen lernen. Zudem werden alle zwei Wochen Aktivitäten wie gemeinsames Wandern oder Fussballspielen organisiert und die Asylsuchenden kochen einmal im Monat für ein breiteres Publikum typische Gerichte aus ihrer Heimat. Ziel ist, die Asylsuchenden mit der lokalen Bevölkerung zusammenzubringen, gegenseitige Ängste abzubauen und damit der Gewalt gegen Asylsuchende sowie der Anonymisierung und Ghettoisierung der Asylsuchenden entgegenzuwirken.


Café International mit einer «Mitenand-Tauschbörse»; Langnau (BE):

Im «Café International» treffen sich einmal pro Woche Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichem sozialem und kulturellem Hintergrund, um sich auszutauschen und sich als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen. Alle Gäste bringen Bedürfnisse und Ressourcen mit, die in einer «Mitenand-Börse» unkompliziert zusammengebracht und ausgetauscht werden können.


Café Mondial; Zollikofen (BE):

Das «Café Mondial» bietet einmal pro Woche die Möglichkeit zu Begegnung und Austausch zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft. Dabei wird nicht einfach nur ein Café betrieben, sondern es werden auch Gesellschaftsspiele zur Verfügung gestellt und eine niederschwellige Beratung offeriert. Je nach Bedürfnissen der Teilnehmenden werden weitere Angebote aufgebaut. Das Projekt will so dazu beitragen, Sprachkenntnisse zu verbessern, Vorurteile abzubauen wie auch die Integration und die Partizipation in kommunalen Prozessen zu fördern. Das «Café Mondial» soll auch als «Börse» für freiwillig Engagierte funktionieren, die Migrantinnen und Migranten unterstützen möchten.


Calle Caliente Glarus; Glarus (GL):

«Calle Caliente Glarus» hat in Glarus am 12. und 13.8.2016 ein karibisches Ambiente mit Musik, Tanz und Spezialitäten aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern organisiert. Im Kanton Glarus lebende Personen mit lateinamerikanischem Hintergrund brachten ihren kulturellen Reichtum aktiv in das Festival ein. Ziel war der Austausch unter Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft mittels Musik und Tanz.


Das Nählokal – Nähkurse für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene; Thun (BE):

Im Nählokal können Frauen mit und ohne Migrationshintergrund sich kreativ betätigen und ein Kleidungsstück oder Accessoire selber anfertigen. Basierend auf den Fähigkeiten und den speziellen Wünschen, besprechen die Schneiderinnen gemeinsam mit den Frauen ihr Projekt und stehen bei der Realisierung mit Rat und Tat zur Seite.


Deutsch für Flüchtlinge; Liestal (BL):

Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen des Gymnasiums Liestal führen einen Deutschkonversationskurs für Flüchtlinge durch. Im Rahmen gemeinsamer Kochabende und anderer gemeinschaftsstiftender Aktivitäten soll aber nicht einfach nur Sprachkompetenz gefördert, sondern vielmehr auch der interkulturelle Austausch durch den Einbezug der verschiedenen Kulturen gefördert werden.


EAT&MEET meets living library; Ennet-baden (AG):

Die Tafelrunde «EAT&MEET meets living library» bringt einmal im Monat Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten an einen Tisch. Die Anlässe finden in privatem Rahmen statt und werden jeweils von 10 bis 30 Gästen besucht. Neu wird das Konzept «Living Library» angeboten. Hier geht es darum, anstelle von Büchern Menschen für ein Gespräch «auszuleihen». Dabei sollen nicht nur interessante Kontakte entstehen, sondern auch Vorurteile und Stereotypen abgebaut werden.


EAT&MEET mit Asylsuchenden; Ennet-baden (AG):

Die Tafelrunde «EAT&MEET mit Asylsuchenden» bringt jeden Monat verschiedenste Menschen zusammen. Sie lernen sich bei einem exotischen Essen kennen, tauschen sich aus und geniessen einen kulturellen Beitrag. Die Tafelrunden ermöglichen offene Begegnungen und bauen Brücken, um eine differenziertere Auseinandersetzung mit fremden Lebenswelten zu fördern und Vorurteile abzubauen. Im Speziellen sollen in diesem Teilprojekt Asylsuchende als Gäste eingeladen werden.


frouebrügg; Thun (BE):

Im Projekt «frouebrügg» treffen sich Frauen aus verschiedenen Kulturkreisen, um andere Frauen kennenzulernen, gemeinsam Kurse zu besuchen, zu kochen, zu nähen, kreativ tätig zu sein, Erfahrungen auszutauschen, Feste zu feiern und ihre Kinder mit anderen Kindern spielen zu lassen. Dieses Projekt will Frauen, insbesondere Mütter als Schlüsselfiguren im Integrationsprozess, stärken und aktiv in die Gesellschaft einbeziehen.


Garten mit Spielplatz als offener Begegnungsort; Biel/ Bienne (BE):

Der Garten von FamiPlus, einem offenen Treffpunkt im Zentrum von Biel für Kinder von 0 bis 5 und deren Eltern/Betreuungspersonen, wird neu gestaltet. Ein auf die Bedürfnisse von Kleinkindern ausgerichteter Spielplatz und ein schöner Garten sollen entstehen. Die Zielgruppe und Mitarbeitende werden ins Projekt miteinbezogen und können sich bei der Neugestaltung aktiv beteiligen.


gastschafftfreund; Basel (BS):

«gastschafftfreund» ermöglicht Menschen aus Basel und Region, Flüchtlinge zu sich nach Hause zum Mittag- oder Abendessen einzuladen. Nun soll das Projekt, unter anderem mit einer neuen Website und vermehrter Öffentlichkeitsarbeit, weiterentwickelt und breiter bekannt gemacht werden. So werden zum Beispiel die Berichte von Gastgeberinnen, Gastgebern und Gästen aufgeschaltet und die Anmeldungen von Gästen und Gastgebern effizienter organisiert. Die Begegnungen bei gemeinsamen Essen sollen einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis, zum Abbau von Vorurteilen und zu einer erfolgreichen Integration leisten.


Gemeinsam Znacht – Realisation Webseite und Datenbank; Zürich (ZH):

«Gemeinsam Znacht» organisiert Abendessen für Flüchtlinge in privatem Rahmen. Bereits sind rund 600 Gastgeber registriert, die gerne Flüchtlinge oder Asylsuchende zum Abendessen einladen möchten. Auch viele Flüchtlinge haben sich bereits angemeldet. Über eine neue Website wird die stark steigende Zahl von Anmeldungen nun digitalisiert, damit Gastgeber und Gäste effizient und sinnvoll zusammengebracht werden können.


HEIMAT- Eine neue Zugehörigkeit schaffen; Basel (BS):

Dieses Projekt bringt Einheimische und Zugewanderte zusammen mit dem Ziel, das gegenseitige Kennenlernen und das Knüpfen neuer Kontakte zu fördern, Beziehungen aufzubauen und somit der Integration den Weg zu ebnen. In Workshops setzen sich die Teilnehmenden mit dem Thema «Heimat» auf spielerische und gestalterische Art auseinandersetzen. Da primär mit Bildern und Materialien gearbeitet wird, sind Deutschkenntnisse keine erforderliche Voraussetzung. Jede Person wird die eigene Vorstellung dieses facettenreichen und flexiblen Konzeptes kreativ umsetzen und zu einer Schlussskulptur der «gemeinsamen Heimat» beitragen. Die Öffentlichkeit wird an den Ergebnissen dieses Prozesses mittels eines festlichen Anlasses und einer Ausstellung teilhaben.


Hidden Faces / Maskenprojekt; Zürich (ZH):

Hinter einer Maske verstecken wir mit dem Gesicht den Teil unseres Körpers, der am meisten über unsere Persönlichkeit aussagt. Doch eine Maske verbirgt nicht nur, sondern verrät auch sehr viel über den Menschen hinter der Maske. Sie erzählt eine Geschichte. „Hidden Faces“ stellt zusammen mit Flüchtlingen Masken her, um mehr über ihre Geschichten zu erfahren. In Masken-Workshops in Asylzentren können nach einer Einführung in die hiesigen Masken-Traditionen die Teilnehmenden ihre eigene Maske herstellen und sich mit Vergangenem, Aktuellem und Zukünftigem auseinandersetzen. Die fertigen Masken werden fotografiert und wenn möglich, mit Interviews ergänzt, in einem Buch veröffentlicht. An Ausstellungen, die gleichzeitig Begegnungsorte schaffen sollen, werden die Masken jeweils einem breiteren Publikum vorgestellt.


Integration erleben –Kulturabende in der Heiteren Fahne; Bern (BE):

Die kulturelle Plattform der «Heiteren Fahne» organisiert einmal im Monat Kulturabende und fördert so den interkulturellen Austausch und die gegenseitige Vernetzung. Migrantinnen und Migranten, insbesondere Asylsuchende, sollen in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden und positive Erfahrungen machen, in dem sie sich aktiv in einem Kollektiv engagieren. Diese beinhalten vielseitige Aktivitäten – vom gemeinsam Planen, Einkaufen und Kochen bis hin zu Theater spielen, musizieren, tanzen, zeichnen und zusammen aufräumen.


Integration Zusammen; Bern (BE):

«Integration Zusammen» lädt rund alle zwei Monate zum gemeinsamen Kochen, Essen, Spielen, Plaudern und gemütlichen Beisammensein ein. Bei diesen Vernetzungsessen begegnen sich Menschen von Hier und Anderswo auf Augenhöhe, vernetzen sich und tauschen vor Ort unkompliziert Ressourcen aus. So können beispielsweise seit längerem in der Schweiz lebende Menschen Gotte oder Götti von Zugewanderten werden, um diese bei ihrer Integration zu begleiten und zu unterstützen.


Kafi Tina; Zürich (ZH):

Im «Kafi Tina» leiten Migrantinnen im Rahmen eines interkulturellen Brunchs eine Kochsequenz an, zu der Zürcherinnen und Züricher herzlich eingeladen sind. Nach dem gemeinsamen Kochen wird gegessen und geplaudert. Die Rezepte werden auf Postkarten festgehalten, die dann zu Werbezwecken oder als Andenken verteilt werden.


Kinderkafi International; Sursee (LU):

Im Quartier Kotten in Sursee wird das «Kinderkafi International» eröffnet, das zweimal pro Woche von Freiwilligen aus dem In- und Ausland geführt wird. Hier können Eltern oder Bezugspersonen mit und ohne Migrationshintergrund ihre Kinder spielen lassen und entspannt etwas trinken. Des Weiteren werden Geschichten erzählt, Kinderbücher vorgestellt und Fragestunden mit einer Logopädin, der Mütter-/Väterberatung oder Schlüsselpersonen organisiert.


Kindersamstag; Thun (BE):

Am Kindersamstag werden jeweils am Samstagmorgen verschiedene Aktivitäten für Kinder und Familien angeboten, wie Geschichtenstunden und Lesehäppchen in verschiedenen Sprachen, Filme, kreative Aktivitäten, Puppentheater, Pantomime, Tanzen, Musik, Spiel und Spass im Freien usw. Unter anderem erzählen geschulte Erzählerinnen spannende Geschichten, in denen sie die Kinder aktiv miteinbeziehen.


mach mit: Kulturelle Teilhabe für zugewanderte Frauen, Kinder und Jugendliche; Winterthur (ZH):

«mach mit» entwickelt gemeinsam mit Migrantinnen gestalterische, künstlerische und handwerklich-technische Freizeitaktivitäten für Kinder und Familien mit und ohne Migrationshintergrund, die in den Herbstferien 2016 angeboten werden. So zum Beispiel mobile Miniwerkstätten, ein Suppenznacht-Spezial, Deutschkurse und vieles mehr. «mach mit» will sprachliche und kulturelle Grenzen humorvoll und partizipativ überwinden und so kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe sowie selbstwirksame Erfahrungen ermöglichen.


„Meine Schweiz“ – Ich seh etwas, was du nicht siehst; Tamins (GR):

In «Meine Schweiz» machen Migrantinnen und Migranten mit ihrem Handy Bilder «ihrer» Schweiz. Diese Fotos zeigen, wie sie die Schweiz sehen, und sind damit ein Stück geschenkte Selbstwahrnehmung von aussen – amüsant, schmerzhaft, voller Kultur und Reichtum. So knipst zum Beispiel eine Eritreerin irritiert die sorgsam zu Dreiecken geformten Spitzen des Toilettenpapiers im Rollenhalter; ein Syrer hütet ein paar Bilder von hilfsbereiten Polizisten, die ihm freundlich zur Seite standen. Aus diesen Bildern, kommentiert von den teilnehmenden Migrantinnen und Migranten, wird ein Film entstehen, der einem breiten Publikum gezeigt wird.


Musikgarten – interkultureller Musik-und Spielenachmittag für Kinder; Schüpfheim (LU):

Dieses Projekt will Kinder mit Migrationshintergrund durch musikalische Früherziehung in ihrer Sprachentwicklung fördern. Das kostengünstige Angebot soll aber auch allen anderen Kindern von 1 bis 6 Jahren offenstehen. Migrantenkinder und deren Eltern lernen auf diese Weise schon vor Eintritt der Kinder in den Kindergarten andere Gleichaltrige kennen und profitieren von Kontakten zur einheimischen Bevölkerung.


NachBAR; Geuensee (LU):

Die «NachBAR» besteht aus einem Container auf dem Dorfplatz von Geuensee, in dem Nachbarinnen und Nachbarn zusammenkommen, um sich bei einem Kaffee oder einem Glas Wein kennenzulernen. Die Treffen werden fotografisch festgehalten – die Nachbarinnen und Nachbarn werden unabhängig von ihrer Nationalität auf einem Foto zusammengebracht. Damit soll gezeigt werden, dass ein nachbarschaftliches Zusammenleben unter verschiedenen Nationen möglich und wertvoll ist.


Offene Bücher; Biel/ Bienne (BE):

Das Projekt «Offene Bücher» wird am 22. Oktober 2016 anlässlich der «Nacht der 1000 Fragen – Nuit des 1000 Questions» in der Altstadt von Biel durchgeführt. Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen stehen an Tischen in Restaurants und Cafés für alle Art von Fragen zur Verfügung. Diese Menschen bringen alle ihre eigene Lebensgeschichte mit, sind unterschiedlich alt und haben verschiedene soziale und kulturelle Hintergründe. Sie sind bereit, ein Stück ihrer Lebenszeit und ihrer Lebenserfahrung zu teilen. Diese Begegnungen und der direkte offene Austausch lassen einen wertvollen interkulturellen Dialog entstehen.


Offener Treffpunkt Kreativ-Atelier; Basel (BS):

Das «Kreativ-Atelier» bietet Frauen und Männern unterschiedlicher Herkunft die Möglichkeit zur Begegnung und zu gemeinsamem kreativem Schaffen. Unter der Leitung von Freiwilligen wird aus diversen Materialien wie Naturprodukten, Papier, Wolle, Stoff und Recycling-Produkten Neues geschaffen. Die wöchentlichen Treffen sind für alle Interessierten offen und kostenlos. Durch die gemeinsame schöpferische Tätigkeit wird der Rahmen für positive und fruchtbare Begegnungen erweitert, und (Sprach-)Grenzen sind plötzlich zweitrangig.


programm bbb – Asyl mit Bildung, Begegnung und Beschäftigung; Aarau (AG):

Freiwillige und zivilgesellschaftliche Organisationen der Region Aarau vermitteln mit dem «programm bbb» jeden Samstagnachmittag rund 30 bis 50 Asylsuchenden Informationen und Kontakte zur schweizerischen «Umwelt» wie zum Beispiel Freizeitbeschäftigungen, Ausflüge, Besichtigungen oder thematische Einführungen. Integraler Teil des Projekts ist der «Club Asyl Aarau», in dem 20 bis 30 ausgewählte, gut integrierte Flüchtlinge an monatlichen Clubabenden neuzugereiste Asylsuchende unterstützen (u.a. mit Veranstaltungen, Asyltreff, Deutschunterricht, Übersetzungen).


Projekt beat. – erlebnisorientiertes Freizeitangebot für Asylsuchende; Kreuzlingen (TG):

Das Projekt «beat.» organisiert an durchschnittlich zwei Wochenendtagen im Monat Freizeitaktivitäten wie Spiel- und Sportnachmittage, Wandern, Kochen, Kunstworkshops usw. hauptsächlich für jugendliche Asylsuchende aus dem Empfangs- und Verfahrenszentrum in Kreuzlingen und auch für junge Asylsuchende aus den umliegenden Gemeinden. Die Teilnehmenden sollen durch positive Erlebnisse in ihren sozialen und kommunikativen Kompetenzen gestärkt werden. Zudem entstehen wertvolle Begegnungen zwischen Einheimischen und Asylsuchenden.


Rucksackgeschichten; Thun (BE):

«Rucksackgeschichten» will die Verbindung zwischen der Familie und dem Kindergarten oder der Schule stärken. Die Kinder nehmen im Turnus einen Geschichtenrucksack mit nach Hause, der Verschiedenes enthält: ein Bilderbuch (Deutsch und jeweilige Muttersprache des Kindes), eine CD (Text des Buches in Hochdeutsch), Spiele (Handpuppen, Bastelanleitung usw.), ein Glossar der Schlüsselwörter, spielerische Sprachübungen, eine Wörterbox und ein Gästebuch.


SINGconTAKT; Winterthur (ZH):

SINGconTAKT will Musik im Sinne einer universellen Sprache für den interkulturellen Austausch nutzen und die Integration von Migrantinnen und Migranten durch verschiedene Gesangsangebote nachhaltig fördern. So werden lokale Sing- und Begegnungsgruppen, bestehend aus Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, aufgebaut und mit anderen offenen Singangeboten vernetzt. Zudem sollen mit Asylsuchenden Lieder aus deren Herkunftsländern aufgeschrieben, gelernt und weitergegeben werden.


Spielplatz für die AOZ-Siedlung Zürich; Zürich (ZH):

Das Projekt hat zum Ziel, einen tollen Spielplatz für die Wohnsiedlung der Asyl-Organisation Zürich (AOZ) zu bauen. Diese ist in einem Brachland in Zürich-Altstetten mit 120 Containern des Basislagers in einem nachbarschaftlich sehr interessanten Konstrukt eingebettet. Während im Basislager etwa 200 Kulturschaffende arbeiten, leben in den Wohnungen der AOZ etwa 140 Erwachsene mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 15 mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus. Trotz dieses vielfältigen Lebensumfelds präsentiert sich das Gebiet eher kinderunfreundlich, es fehlt an Raum zum Spielen und Herumtoben. Der Spielplatz soll diese Lücke nun schliessen.


Sprachtreff-OHA; Langenthal (BE):

Das Kollektiv OHA (Offenes Haus für Alle) bietet jeden Dienstagabend einen Sprachtreff in Langenthal an. Dabei steht nicht der Deutschunterricht im klassischen Sinne, sondern es stehen vielmehr Austausch und Begegnungen im Vordergrund. Der Treff ist offen für alle Menschen, die Lust an Begegnungen haben und dabei ihre Deutschkenntnisse verbessern oder weitergeben möchten – unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus.


Sternen Air / Ein Jugendkultur-Festival Chamäleon Multicoloris; Winterthur (ZH):

Am «6. Sternen Air Jugendkultur-Festival» Anfang Juli 2016 in Winterthur wurde in verschiedensten Kreativfeldern experimentiert: Musik, Holzbau, Kunst, Kochen, Siebdruck, Poetry-Slam und visuelle Gestaltung von Räumlichkeiten. Jugendliche aus Asylzentren waren eingeladen, am Projekt aktiv mitzumachen, um den Austausch mit anderen beteiligten Jugendlichen zu fördern. Am zweitägigen Festival erhielten die jungen Erwachsenen eine Plattform, um ihre über die Jahre erworbenen ausserschulischen Fähigkeiten zu präsentieren.


Theaterprojekt «Kein Volk von Schafen»; Bern (BE):

Eine interkulturelle Gruppe von Profi- und Laienschauspielerinnen und -schauspielern führt das Stück «Kein Volk von Schafen» in Bern auf. Protagonist ist ein Schweizer Jugendlicher, dessen Eltern aus Somalia geflüchtet sind. Das Publikum folgt ihm durch sein schweizerisches Leben und begleitet ihn auf seiner Reise nach Somalia. Nach Möglichkeit wird das Stück auch auf mehreren Bühnen für ein breiteres Publikum kostenlos aufgeführt.


unterwegs mit Asylsuchenden; Luzern (LU):

In diesem Projekt besuchen Freiwillige regelmässig Asylsuchende in ihren Zentren und laden sie zu Ausflügen ein. Ziel ist es, einerseits Abwechslung in den oft von Warten geprägten Alltag von Asylsuchenden zu bringen, andererseits aber auch, diese Menschen bei der Integration in die neue Heimat zu unterstützen. Die Freiwilligen zeigen ihnen zum Beispiel die Stadt oder unternehmen Ausflüge in Museen und Bibliotheken. Dabei lernen sich die Beteiligten besser kennen und verstehen.


Wegeleben; Basel (BS):

«Wegeleben» will die Integration von «Newcomer_innen» fördern, indem sie diese in Wohngemeinschaften (WGs) vermittelt. Menschen verschiedenster Herkunft werden zusammengebracht, leben und lernen voneinander. Das Teilen von Wohnkosten und die Entlastung der brisanten Wohnsituation für Newcomer_innen sind weitere positive Wirkungen.


World’s Women, Kulturtreff für Frauen; Rapperswil-Jona (SG):

«World’s Women» ermöglicht Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen, sich einmal monatlich untereinander und mit Schweizerinnen auszutauschen und zu vernetzen. Dieses Angebot des FamilienForums will das gegenseitige Verständnis und die Integration in Rapperswil-Jona fördern. Die Frauen werden zur Bildung von sogenannten Sprachtandems ermuntert. Zudem werden verschiedene Anlässe organisiert, so zum Beispiel eine gemeinsame Stadtführung oder ein Informationsabend für Migrantinnen zum Thema Rechte und Pflichten.


Projekte aus der Westschweiz:

Bel Horizon open 2016–2017; La Chaux-de-Fonds (NE):

«Bel Horizon open 2016–2017» unterstützt Asylsuchende, im Speziellen Personen, die in Durchgangszentren im Kanton Neuenburg leben, und bringt sie mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt. Dazu werden verschiedene gemeinschaftsstiftende Veranstaltungen für Asylsuchende, Migrantinnen, Migranten und die lokale Bevölkerung durchgeführt. Wichtig sind dabei die Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung für Fragen im Zusammenhang mit Flüchtlingen und der Einbezug von Freiwilligen in die Projektumsetzung. So will das Projekt einen vielfältigen interkulturellen Austausch und das gegenseitige Verständnis fördern und Exil damit menschenwürdiger gestalten.


BergSHOW; Fribourg (FR):

«BergSHOW» bietet Jugendlichen verschiedenster Herkunft an einem Sonntagnachmittag im Monat einen Treffpunkt für Bildungs- und Freizeitaktivitäten. So werden zum Beispiel DJ-, Tanz- oder Kochkurse angeboten, Dart- oder Tischfussball-Turniere organisiert oder auch Workshops für Fotografie/Video usw. veranstaltet. Das Angebot richtet sich insbesondere auch an Mädchen, die aus kulturellen Gründen wenig Gelegenheit haben, auszugehen. Ihnen soll mit BergSHOW ein Ort geboten werden, wo sie sich ausserhalb der Familie entfalten können.


Fête des voisins / Tag der Nachbarn; Nidau (BE):

Im Weidteile-Quartier in Nidau wird im Frühling 2017 der Tag der Nachbarn gefeiert. Alle Quartierbewohnerinnen und -bewohner können etwas zum kanadischen Buffet beisteuern, und es werden verschiedene Aktivitäten angeboten. Im Weidteile-Quartier lebt eine kulturell sehr vielfältig zusammengesetzte Bevölkerung. Der Tag der Nachbarn soll dazu beitragen, das nachbarschaftliche Zusammenleben zu stärken und das freiwillige Engagement im Quartier zu fördern.


Graine de Belette pour les jeunes issus de la migration; Hauterive/ Neuchâtel (NE):

«Graine de Belette» organisiert Workshops zu Natur, Kultur, Wissenschaft, Technik und Kunst für Kinder und Jugendliche. Insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund sollen in das faszinierende Bildungsuniversum dieser Workshops eintauchen und dabei auch Kontakte zu einheimischen Kindern aufbauen können. So soll in diesem Projektzyklus Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund die kostenlose Kursteilnahme, das Unterrichtsmaterial und bei Bedarf eine individuelle Begleitung ermöglicht werden. Damit wird zur erfolgreichen Integration und zur Chancengleichheit dieser Kinder beigetragen.


Le concours de soupe du quartier de Mâche; Biel/ Bienne (BE):

In diesem Projekt werden die Anwohnerinnen und Anwohner des Mett-Quartiers zu einem grossen Suppen-Wettbewerb eingeladen. An vier Nachmittagen wird eine Suppen-Degustation organisiert, bei der die Quartierbevölkerung Punkte für das beste Rezept vergeben kann. Die Siegerin oder der Sieger gewinnt jeweils einen Geschenkkorb. Ende Jahr findet dann das grosse Finale statt. Ziel dieses Projekts ist es, den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, sozialer Schichten und Generationen zu fördern. Bei einer Schüssel Suppe sollen sich Menschen begegnen und besser kennen lernen.


Le labyrinthe du migrant ou comment se retrouver dans la peau d’un migrant; Sion (VS):

Mit Theater- und anderen Workshops werden Migrantinnen und Migranten, insbesondere Asylsuchende, sowie Schülerinnen und Schüler zusammengebracht. Dabei wird das pädagogische Werkzeug eines Labyrinths mit dem direkten Austausch in Workshops verbunden. Die Workshops werden von den Asylsuchenden jeweils in ihrer Muttersprache geleitet. Ziel des Projekts ist, Migration durch das Eintauchen in die Realität von Migrantinnen und Migranten spürbar zu machen und das Bewusstsein der Teilnehmenden für die Erfahrungen und das Schicksal des Gegenübers zu schärfen.


MIAM! amia; Biel/ Bienne (BE):

Bei «MIAM! amia» kocht eine Person an einem Abend ein typisches Gericht aus ihrer Heimat und bringt damit ihre Kultur den anderen Teilnehmenden näher. Das gemeinsame Kochen und Essen soll zu Begegnungen und Austausch über kulturelle Grenzen anregen und ein soziales Netz zur gegenseitigen Unterstützung schaffen. Zudem wird die Wertschätzung für die verschiedenen Kulturen gefördert.


Mon masque, je couvre et je découvre ! ; Fribourg (FR):

In diesem Projekt basteln Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen Masken. Denn in vielen Kulturen der Welt spielen Masken bis heute eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Werten und Traditionen, bei der Identitätsfindung, der Selbstdarstellung und der Wahrnehmung des anderen. Eine interkulturelle Vermittlerin führt durch Rollenspiele, Theaterimprovisationen und Reflexionen zum Herstellen und Tragen der Masken. Dabei geht es vor allem darum, Empathie und Respekt füreinander zu entwickeln, Erfahrungen auszutauschen und das gegenseitige Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen zu fördern.


Spectacle « Quai N° 1 » ; Vallorbe (VD):

Im Theaterstück «Quai Nr. 1» werden Anekdoten und Erfahrungen von Freiwilligen des Vereins ARAVOH erzählt. Dieser Verein unterstützt und begleitet in Vallorbe neu angekommene Asylsuchende. «Quai Nr. 1» wird von den freiwilligen Helfern des Vereins und von Asylsuchenden gespielt und in der Westschweiz aufgeführt. Die Freiwilligen können so von ihren Erlebnissen erzählen und ihre wertvollen Erfahrungen mit anderen teilen.


Vivre ensemble: Découverte et Loisirs; Biel/ Bienne (BE):

Bei diesem Projekt geht es darum, sozial isolierte Frauen mit Migrationshintergrund zu befähigen, im täglichen Leben selbstständig zurechtzukommen. So werden ihnen öffentliche Verkehrsmittel, Bibliotheken, Sozialzentren, Krippen, Freizeitmöglichkeiten, Organisationen usw. in Biel gezeigt und erklärt. Denn seine Umgebung entdecken und sich darin zurechtzufinden, ist ein wichtiger Teil der Integration.


Projekte aus dem Tessin:

Campo Natura WWF «La natura va in scena» ; Bellinzona (TI):

Im Rahmen der WWF-Angebote «Campi Natura» wird 2016 ein Ferienlager zum Thema «Theater und Natur» für je acht Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund durchgeführt.


Cuciniamo insieme! ; Lugano (TI):

In einer Reihe von Kochanlässen präsentieren Menschen mit Migrationshintergrund ein Rezept ihres Landes und erzählen von ihrer Heimat. Die Treffen finden in den Räumlichkeiten der interkulturellen Bibliothek «Per la Prima Infanzia» statt.


Fuori dai banchi; Lugano (TI):

«Fuori dai banchi» fördert die Integration von Migrantinnen und deren Teilhabe am sozialen Leben in Lugano. Dazu werden die Migrantinnen in Aktivitäten einbezogen, die von einheimischen, freiwillig engagierten Frauen angeboten werden. So zum Beispiel Ausstellungsbesuche, gemeinsame Essen, Angebote für Kinder oder Kreativ-Workshops. Diese Initiative soll Barrieren und Vorurteile abbauen und tiefgehende, langfristige Beziehungen zwischen den Frauen ermöglichen.


Incontriamoci in cucina! ; Lugano (TI):

In diesem Projekt werden kleine Kochgruppen von je drei Frauen mit und ohne Migrationshintergrund gebildet. Abwechselnd bringt jede Teilnehmerin den anderen eine typische Mahlzeit aus ihrer Heimat bei. Beim gemeinsamen Kochen und Essen werden die Italienischkenntnisse der Frauen gefördert. Auch das gemeinsame Einkaufen wird zu einem Moment des Teilens, Lernens und der Stadterkundung. Am Ende wird eine Rezeptsammlung verteilt und ein Brunch organisiert, zu dem die Familienangehörigen und Freunde der Teilnehmerinnen eingeladen werden.


Parlami di te; Lugano (TI):

«Parlami di te» fördert den Austausch zwischen der im Tessin wohnhaften syrischen Gemeinschaft und Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sowie Studierenden. An verschiedenen Veranstaltungen in Schulen erzählen Erwachsene und Jugendliche aus Syrien ihre Migrations- und Fluchtgeschichte. Dabei sollen Begegnungen zwischen den beiden Zielgruppen ermöglicht und eine kritische Reflexion zu den Themen Flucht und Migration provoziert werden.


Per conoscere, per conoscersi e per far conoscere; Lugano (TI):

Dieses Projekt will Begegnungen und den Austausch zwischen der eritreischen und Tessiner Bevölkerung fördern. Zudem soll auch ein Ausgangspunkt für freiwilliges Engagement geschaffen werden.