Prämierte Projekte

Aus über 100 Eingaben prämierte die Fachjury im Mai 2014 die folgenden 32 Projektideen. 17 dieser Projekte werden in der Deutschschweiz, 11 in der Romandie und 4 im Tessin umgesetzt. Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen Teilnehmenden herzlich für ihr Engagement.

Projekte aus der Deutschschweiz:

Cafe NETpoint; Oberglatt (ZH):

Das „Cafe NETpoint“ ist ein ’neutraler‘ Begegnungsort, der allen Menschen, mit und ohne Migrationshintergrund, offen steht. Das Cafe ist an die Elternvereinigung Oberglatt angebunden und wird verschiedene Anlässe wie zum Beispiel Märlistunden durchführen.


Globhuus; Geuensee (LU):

„Die Welt trifft sich in Geuensee“. Menschen verschiedenster Herkunft werden fotografiert und die Portraits im Rahmen einer Ausstellung auf dem Dorfplatz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damit soll das Verständnis für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen gefördert werden.


Puppint – Puppentheater für die Integration; Kanton Aargau:

Puppint ist als mobiles Puppentheater konzipiert, das sich an Kinder mit Migrationshintergrund richtet. Mit selbstverfassten Geschichten über Mut, Respekt, Werte und Traditionen soll das Erlernen der deutschen Sprache und die soziale Integration auf spielerische Weise gefördert werden. Mehrmals pro Monat finden Veranstaltungen in Bibliotheken, Spielgruppen, Krippen etc. statt.


Café DeliA; Emmen (LU):

Das Café DeliA ist ein Treffpunkt für Frauen mit und ohne
Migrationshintergrund, der das Knüpfen von Kontakten, das Verbessern der Deutschkenntnisse sowie den interkulturellen Austausch fördert. Neu soll ein Nähtreff entstehen, wo unter fachkundiger Leitung Kreatives entstehen soll.


uniSONO; Thun (BE):

In einem Singkreis für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund soll insbesondere aus Gesangsstücke aus den Ländern der verschiedenen Teilnehmenden eingegangen werden. So soll ein Beitrag zum Dialog zwischen Kulturen und zu einer gelungenen Integration geleistet werden.


Bistro Interculturel; Stans (OW):

Ziel des Bistro Interculturel ist, sich für die Integration der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen einzusetzen. Durch das Engagement in den Bereichen Informationsvermittlung, Vernetzung und Empowerment soll ein Beitrag zu möglichst fruchtbaren interkulturellen Begegnungen geleistet werden. Durch ein externes Coaching soll nun der Verein Bistrot Interculturel gestärkt werden.


Austausch in Sport und Kultur; Basel (BS):

Vielseitiges Angebot an Kultur- und Sportaktivitäten, die einerseits Spass und Freude bringen, andererseits aber auch Begegnung und Austausch ermöglichen sollen. Unter anderem haben Freiwillige die Möglichkeit, ihre Hobbys mit anderen zu teilen, indem sie Kurse anregen oder selbst anbieten.


Der Grosse Deutsch-Lern-Zirkus; Solothurn/Biel (SO/BE):

Eine Deutschlektion für fremdsprachige Migranten und Migrantinnen wird von Laiendarstellern parodiert und wächst an zu einem Konzert, einer Revue respektive einem Zirkus. Die Darsteller werden zu einer praktischen und situationsorientierten Sprachanwendung ermutigt und das Publikum von professionellen Theatersportlern aktiv mit einbezogen.


Andersreisen; Bern (BE):

Über verschiedene Stationen wird für einen Tag ein fernes Land bereist, ohne die Schweiz zu verlassen. Der Besuch in der Schweiz ansässiger kultureller Vereine, Tanz- oder Sprachschulen sowie religiöser Orte ist eine Möglichkeit für Begegnung und Austausch.


Dialog 2; Bern/Biel (BE):

Dialog 2 ist die Fortsetzung eines erfolgreichen Projektes zur Konfliktvorbeugung zwischen der dunkelhäutigen Bevölkerung und der Kantonspolizei Bern mittels präventiven Dialogs. Inhalt des Projekts sind unter anderem Diskussionsforen, Informations- und Sensibilisierungsarbeit sowie die Förderung der Rekrutierung dunkelhäutiger Polizisten.


Theater „Schatztruhe“ – Lebensgeschichten; Pieterlen (BE):

Aufbauend auf dem Theaterkonzept „Schatztruhe“ wird ein ganzes Dorf in die Erarbeitung kurzer Theaterstücke miteinbezogen. Diese basieren auf den persönlichen Erfahrungen und Geschichten der Teilnehmenden, welche in Kleingruppen gesammelt, besprochen und ausgewählt werden.


Kaffeerunden auf Deutsch; Frauenfeld (TG):

Im Rahmen des Aktivität Programms der Bibliothek der Kulturen (BdK) erhalten Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, bei entspannten „Kaffeerunden“ Kontakte zu knüpfen, deutsch zu sprechen und sich über das tägliche Leben in der Schweiz auszutauschen. Das Programm soll durch einen Teil „Leseförderung“ erweitert werden.


Berner Frauenbad; Bern (BE):

Da viele Frauen mit Migrationshintergrund in ihrem Herkunftsland nicht schwimmen gelernt haben und gemischte Bäder hierzulande für sie eine Hürde darstellen, soll mit dem Berner Frauenbad eine Möglichkeit für Mütter und deren Kinder geschaffen werden, unter Berücksichtigung der kulturellen Sensibilitäten Schwimmen zu lernen.


Stimmvolk Fribourg; Fribourg (FR):

Nach dem Modell der Bewegung Stimmvolk Schweiz findet einmal monatlich ein offenes Singen statt, an dem möglichst viele unterschiedliche Menschen teilnehmen sollen. Ein grosses Repertoire an Friedensliedern aus verschiedenen Kulturen wird auf grossen Textplakaten leserlich gezeigt.


Elternbeteiligung in der Spielgruppe Spatzenäscht; Emmen (LU):

Die Integrationsspielgruppe Spatzenäscht in Emmen hat sich auf die frühe Förderung von Kindern mit Migrationshintergund spezialisiert. Die Beteiligung der Eltern ist dabei von zentraler Bedeutung. Daher sollen verschiedene Konzepte im Bereich Elternmitwirkung und -information gefördert und weiterentwickelt werden.


Deutsch in der Küche; Frick (AG):

Monatlicher Kochtreff, bei dem Männer und Frauen mit Migrationshintergrund gleichermassen aktiv werden sollen. Jeweils eine Person stellt ein Rezept vor, führt die Zutaten ein und übernimmt die Leitung des gemeinschaftlichen Kochens. Ziel ist die Förderung des Austausches zwischen Einheimischen und Menschen mit Migrationshintergrund. Die Rezepte sollen später zusammen mit Porträts der Köchinnen und Köche in einem Buch zusammengestellt werden.


Café MAITRI; Stans (NW):

Im Café MAITRI treffen sich in regelmässigen Abständen einheimische Frauen und Migrantinnen zum gemeinsamen kreativen Gestalten. Ziel ist die Ermutigung zur Eigeninitiative. Im Austausch gewinnen die Frauen zudem Einblick in verschiedene Migrationsschicksale.


Projekte aus der Westschweiz:

SPES-Lavaux: Points Rencontre et intégration; Region Lavaux (VD):

SPES-Lavaux beruht auf dem freiwilligen Engagement aktiver Senioren. Im Rahmen verschiedener Anlässe wie interkulturelle Treffen, Kurse etc. sollen Wissen, Erfahrungen und Fähigkeiten von älteren Leuten an Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen weiter gegeben werden.


La danse de soi – le pont de l’autre; Sion (VS):

An Tanzkursen und -veranstaltungen sollen sich Einheimische und Menschen mit Migrationshintergrund treffen, um sich über ihre Kulturen sowie ihren Lebens- und Migrationsweg auszutauschen.


Bel Horizon open 2014/2015; Kanton Neuenburg (NE):

An gemeinsamen Veranstaltungen wie zum Beispiel Beach-Fussballturnieren oder Theaterveranstaltungen lernen sich Einheimische und Menschen mit Migrationshintergrund besser kennen. Zudem soll untere anderem durch Filme, Konferenzen Sensibilisierungsarbeit geleistet und das gegenseitige Verständnis gefördert werden.


Créer une culture du bien vivre ensemble; Fribourg (FR):

Das „Maison des Générations Futures“ in Fribourg soll den interkulturellen Austausch zwischen Einheimischen und Menschen mit Migrationshintergrund fördern und bereichern. Das Projekt hat zum Ziel, die Infrastruktur im Haus auszubauen.


Apprendre – partager – participer, en français; Clarens (VD):

Das Projekt soll Menschen mit Migrationshintergrund beim Erlernen der französischen Sprache und der Integration im Allgemeinen unterstützen. Basierend auf den drei Pfeilern lernen (Sprache, Kultur), teilen (Erfahrung, Wissen) und teilnehmen (Aktivitäten, Feste etc.) wird die Integration von Migranten und Migrantinnen unterstützt.


Cafés jeunesse et citoyenneté; Fribourg (FR):

Eine Gruppe von Jugendlichen aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Milieus organisiert eine Veranstaltungsreihe in verschiedenen Jugendtreffs der Region. Im Rahmen von Diskussionsrunden, Workshops oder gemeinsamen Ausflügen sollen für jugendliche aktuelle Themen wie Alkohol- und Drogenmissbrauch, Arbeitslosigkeit etc. behandelt werden.


Explorons ensemble Fribourg!; Kanton Fribourg:

Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region Fribourg bilden mit einem Migranten oder einer Migrantin gleichen Alters ein Tandem und unterstützen diesen, sich in der Region einzuleben und zu integrieren.


PlusQ’île Festival; Biel (BE):

Während des 1-wöchigen multikulturellen Festivals PlusQ’île finden verschiedene Theater-, Tanz und Zirkusvorstellungen statt, welche einem breiten Publikum Zugang zu kulturellen Darbietungen ermöglichen sollen. Zudem Soll das Festival eine Plattform für den interkulturellen Austausch sein.


Jardins communautaires; Neuenburg (NE):

Menschen unterschiedlichster Herkunft bewirtschaften und pflegen gemeinsam einen Stadtgarten, wobei die Nachbarn explizit mit einbezogen werden. An einem Samstag im Monat finden verschiedene soziale und kulturelle Veranstaltungen statt.


60×60; Genf (GE):

In einem Stadtviertel Genfs wird ein interkultureller und generationenübergreifender Begegnungs- und Gestaltungsort ausgebaut. Dabei wird zum Beispiel das Mobiliar eines Spielparks renoviert. Begegnung und Austausch werden gefördert, indem sich Quartierbewohner unterschiedlichster Herkunft aktiv und kreativ in das Projekt einbringen.


Sac d’histoires; Monthey (VS):

Die Kinder der 1. und 2. Primarschulstufe bringen eine Geschichtentasche mit nach Hause, welche die zu Hause gesprochene Sprache berücksichtigt und ein zweisprachiges Buch, eine Audio-CD, ein Spiel, ein Gästebuch sowie eine Überraschung enthält. Damit soll zwischen Kind, Familie, Schule und örtlicher Bibliothek eine Verbindung geschaffen werden. Eltern sollen zudem aktiv in die Gestaltung von Aktivitäten rund um diese Geschichtentasche einbezogen werden.


Projekte aus dem Tessin:

„Mamme, e non solo, all’opera“; Lugano (TI):

Das Projekt will Müttern und anderen Interessierten einen Begegnungsraum bieten, um sich auszutauschen und gemeinsam aktiv zu werden. Mütter sollen in verschiedenen Workshops ihre Kenntnisse und Fähigkeiten einbringen und an andere weitergeben können.


Attori protagonisti dell’integrazione; Bellinzona (TI):

LaiendarstellerInnen mit und ohne Migrationshintergrund erarbeiten gemeinsam ein Bühnenstück, basierend auf ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Dabei werden sie in verschiedenen Sprach- und Schauspielkursen professionell begleitet. Ziel ist, der Abbau von Vorurteilen sowie die Auseinandersetzung mit Themen rund um Migration und Integration.


Un pranzo interculturale per la festa delle scuole di Chiasso; Chiasso (TI):

„Chiass…iamo insieme“ heisst das alljährlich stattfindende Fest der Schuleinrichtung Chiasso, die von vielen Kindern mit Migrationshintergrund besucht wird. In unbeschwerter Atmosphäre können die Eltern sich austauschen und Kontakte knüpfen sowie verschiedene Veranstaltungen wie Workshops, Wettbewerbe und Aufführungen geniessen.


Benvenuti a…. Chiasso; Chiasso (TI):

Für die Stadt Chiasso wird eine Broschüre auf Italienisch und den sieben am meisten vertretenen Fremdsprachen ausgearbeitet, welche vielfältige und detaillierte Informationen für Eltern beinhaltet. Damit sollen die Eltern ihre Kinder bei der sozialen, schulischen und beruflichen Integration besser unterstützen und mit anderen Eltern Kontakte knüpfen können.